Dienstag, 12. Juli 2011

Training in Jugendstrafanstalt

Heute wartete eine ganz spezielle Herausforderung auf uns: Wir waren zu Gast in einer Jugendstrafanstalt in Praia Grande. Nachdem wir unsere Passnummern, unsere Namen und das genaue Inventar des mitgebrachten Materials angegeben und uns von allen Metallwaren wie Ketten, Schmuck, Mobile, Fotoapparat... entledigt hatten, wurden wir durch mehrere Hochsicherheitsschleusen in den Innenhof des Gefängnisses geführt. Hier durften wir nach einem kurzen Rundgang schliesslich ein rund halbstündiges Training mit den Jugendlichen durchführen - natürlich unter ständiger aufmerksamer Beobachtung der Aufsichtswärter. Es war eine berührende Erfahrung, wie sogar diese schwierige Klientel durch den Unihockeysport 'aufgeweicht' wurde. Für einen kurzen Moment hatte man da das Gefühl, die jungen Menschen, die in ihrem Leben schon so viel Mist gebaut hatten, würden nun ihre ganze Kindheit während eines Unihockeyspiels nachholen... eindrücklich.
Morgen startet nun also der zweite Trainerkurs mit wiederum rund zwanzig TeilnehmerInnen.

Sonntag, 10. Juli 2011

Weiter geht's

Nach einer intensiven Woche in der Kälte des brasilianischen Südens geht's morgen früh (13.35 Uhr MEZ) weiter nach São Paulo, wo wir wiederum mit gut 20 TeilnehmerInnen einen Trainerkurs durchführen werden (Mi-Sa). Zudem stehen noch Besuche im Jugendgefängnis und anderen Sozialwerken an.
Nachdem wir durch die Familie Bleiker nun so wunderbar beherbergt worden sind, fällt uns der Abschied nicht gerade leicht. Trotzdem freuen wir uns darauf, was nächste Woche auf uns zukommen wird.

Föteli ordnen...



Nach einer ersten erfolgreichen Trainingswoche mit vielen tiefen und berührenden Begegnungen und Erlebnissen gibts Einiges zu verarbeiten. So müssen auch eine Unmenge von Fotos sortiert und zusammengetragen werden... Da kommen uns die beiden freien Tage hier in Curitiba gerade recht. Morgen gehts dann weiter nach Saõ Paulo wo weitere rund 20 Kursteilnehmer auf uns warten.

Freitag, 8. Juli 2011

Unihockeytraining in Drogenreha

Heute führten wîr in einer Drogenreha (Para Vida) ein rund einstündiges Unihockeytraining mit ehemaligen Drogen- oder Alkoholsüchtigen durch.
Es war eindrücklich zu sehen, wie nach den Kindern auch Erwachsene (zwischen 18 - 60 Jahre alt) durch den Unihockeyvirus infiziert wurden.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Kids Training in Curitiba




Die ausgebildeten Trainer führen selbstständig ein Training mit Kids aus den Favelas durch... einfach eindrücklich, was in drei Tagen alles aufgebaut werden kann. Die strahlenden Augen der Kinder sind Entlöhnung pur! Es rührt mich direkt die Auswirkungen unserer Trainerkurse zu sehen.


That's we are going for!

Dienstag, 5. Juli 2011

Wie kann ich Unihockey einsetzen?

Bereits ist die Hälfte des ersten Trainerkurses in Curitiba vorbei. Als grösste Überraschung empfinde ich, wie schnell die 22 TeilnehmerInnen riesige Fortschritte machen. Die Bereitschaft, sich eînzusetzen ist gross. Man spürt eine immense Ernsthaftigkeit. Die Teilnehmer kommen aus ganz verschiedenen Sozialwerken: Drogenrehas, Kinderprojekte, Tagesschulen... und alle möchten Unihockey in ihren Programmen implementieren und gezielt einsetzen. Der Fussball sei in vielen Bereichen 'etwas verbraucht'. Ein neuer Sport bringt viel Schwung. Und gerade Unihockey scheint mit seiner technischen Grundanlage hierher zu passen. Nun wird in den kommenden zwei Tagen unser Hauptschwerpunkt in der Frage liegen, wie wir die Teilnehmer bei ihren eigenen Projekten möglichst optimal und nachhaltig unterstützen können. Ich freue mich riesig auf diese Herausforderung.

Sonntag, 3. Juli 2011

Ankunft nach langer Reise

Nach rund 27 h unterwegs sein, sind wir gestern Nacht um 23 Uhr hier in Curitiba angekommen. Von unserer knappen Tonne Material hats nur gerade ein Gepäckstück nicht geschafft und ist in Lissabon wohl vom Wägeli gefallen.
Heute geht's nun ums Materialausräumen, ums Ankommen und um die letzten Vorbereitungen für den morgen Montag beginnenden Trainerkurs. Wir sind sehr herzlich empfangen worden von der Familie Bleiker und freuen uns nun extrem, hier etwas zu bewegen.
Das Wetter ist so richtig ungemütlich: Vorhin ging ein Gewitter vorüber, es ist nass und bei ca. 10 Grad nicht gerade so flauschig... Aber das wird schon noch werden.
So, bis zum nächsten Mal. Tschau!